Orthopädie

Arthrosebehandlung

Die Arthrose ist sicher die bedeutendste chronische Erkrankung des Bewegungsapparates.

Ursache ist ein degenerativer Prozess, bei dem die Versorgung des Knorpels zunehmend beeinträchtigt wird, dabei nimmt das Molekulargewicht und die Konzentration der Hyaluronsäure in der Gelenkflüssigkeit ab.

Viele Faktoren begünstigen die Arthroseentstehung, hier sind Unfälle mit Strukturverletzungen (Kreuzband, Meniskus, Knochenbrüche), Gelenkfehlstellungen, Überbelastung (Beruf, Extremsport, Übergewicht), Alter, Geschlecht, genetische Disposition, aber auch andere Krankheiten, wie Diabetes, Gicht und entzündliche Erkrankungen zu nennen.

Hat die Arthrose eine gewisse Ausprägung erreicht, bekommen die Patienten Schmerzen, der Eine früher der Andere später. Dies ist der Zeitpunkt an dem die Ärzte meist die ersten Untersuchungen durchführen.

Neben der klinischen Untersuchung erfolgt meist eine Röntgenaufnahme und häufig auch eine Ultraschalluntersuchung, um das Ausmaß der Arthrose und auch eine evtl. vorliegende Entzündung zu erkennen. Zusätzlich werden die Achsen beurteilt, um eine Fehlstellung erkennen zu können und auch die Beinlängen werden gemessen.

Ist die Arthrose noch nicht so ausgeprägt muss ggf. auch ein MRT zur weiteren Beurteilung durchgeführt werden. 

Nachdem alle Befunde vorliegen müssen die Therapieoptionen festgelegt und mit dem Patienten erörtert werden. 

Als konservative Maßnahmen stehen nicht medikamentös die Bewegungstherapie/Physiotherapie, die physikalische Therapie (Strom, Traktion, Stoßwelle…) und die Ergotherapie zur Verfügung.

Konservativ medikamentös stehen Nahrungsergänzungsmittel mit Glucosamin, Injektionen mit Hyaluronsäure und auch Kortikosteroiden zur Verfügung und bei nicht möglicher Operation oder zur Zeitüberbrückung auch kompetente Schmerzmittel als Ergänzung bereit (empfohlene Therapien in der Leitlinie Gonarthrose 2018).

Als definitive Therapie steht die Operation zur Verfügung, hier erfolgt der Ersatz des Gelenkes durch eine Endoprothese. Am Häufigsten werden Endoprothesen im Hüftgelenk und im Kniegelenk eingesetzt, es gibt sie aber auch für Sprunggelenke, Schultergelenke, Ellenbogengelenke, Handgelenke, Fingergelenke, Zehengelenke und sicherlich noch Einige mehr.

Dr. med. Michael Schneider
Dr. med. Stephan Fritz
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